Whitesnake

Aus besserwiki.de
Whitesnake
Whitesnake bei einem Auftritt in Helsinki, 2022
Whitesnake bei einem Auftritt in Helsinki, 2022
Hintergrundinformationen
HerkunftLondon, England
Genres
Jahre aktiv
  • 1978–1990
  • 1994
  • 1997
  • 2003 bis heute
Mitglieder
  • David Coverdale
  • Tommy Aldridge
  • Reb Beach
  • Joel Hoekstra
  • Michele Luppi
  • Dino Jelusick
  • Tanya O'Callaghan
Frühere MitgliederListe der Whitesnake-Mitglieder
Websitewhitesnake.de

Whitesnake ist eine englische Hardrock-Band, die 1978 in London gegründet wurde. Die Gruppe wurde ursprünglich als Begleitband für den Sänger David Coverdale gegründet, der kurz zuvor Deep Purple verlassen hatte. Obwohl sich die Band schnell zu einer eigenen Einheit entwickelte, ist Coverdale das einzige konstante Mitglied in ihrer Geschichte.

Whitesnake feierte in ihren Anfangsjahren große Erfolge in Großbritannien, Europa und Japan. Ihre Alben Ready an' Willing, Come an' Get It und Saints & Sinners erreichten alle die Top Ten der UK-Albumcharts. Mitte der 1980er Jahre hatte Coverdale jedoch den Durchbruch in Nordamerika im Visier, wo Whitesnake noch weitgehend unbekannt war. Mit der Unterstützung des amerikanischen Labels Geffen Records veröffentlichten Whitesnake 1987 ihr gleichnamiges Album, das mit über acht Millionen verkauften Exemplaren in den USA und den Hitsingles "Here I Go Again" und "Is This Love" zu ihrem bis dahin größten Erfolg wurde. Whitesnake nahmen auch einen moderneren Look an, der sich an der Glam-Metal-Szene von Los Angeles orientierte. Nach der Veröffentlichung von Slip of the Tongue im Jahr 1989 beschloss Coverdale, Whitesnake auf Eis zu legen und eine Pause von der Musikindustrie zu nehmen. Abgesehen von einigen kurzlebigen Wiedervereinigungen in den 1990er Jahren blieben Whitesnake bis 2003 weitgehend inaktiv, als Coverdale eine neue Besetzung zusammenstellte, um das 25-jährige Bestehen der Band zu feiern. Seitdem haben Whitesnake vier weitere Studioalben veröffentlicht und ausgiebige Tourneen in aller Welt absolviert.

Der frühe Sound von Whitesnake wurde von Kritikern als Bluesrock bezeichnet, aber Mitte der 1980er Jahre begann die Band, sich langsam einem kommerziell zugänglicheren Hardrock-Stil zuzuwenden. Themen wie Liebe und Sex kommen in den Texten von Whitesnake häufig vor, die für ihren übermäßigen Gebrauch von sexuellen Anspielungen und Doppeldeutigkeiten kritisiert wurden. Whitesnake wurden im Laufe ihrer Karriere für mehrere Preise nominiert, unter anderem als beste britische Gruppe bei den Brit Awards 1988. Außerdem wurden sie von mehreren Medien auf Listen der größten Hardrock-Bands aller Zeiten aufgeführt, während ihre Songs und Alben auf vielen "Best of"-Listen von Medien wie VH1 und Rolling Stone erschienen sind.

Whitesnake


Whitesnake live 2003
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock, Hair Metal
Gründung 1978
Website www.whitesnake.com
Aktuelle Besetzung
David Coverdale (seit 1978)
Gitarre
Reb Beach (seit 2003)
Gitarre
Joel Hoekstra (seit 2014)
Bass
Tanya O’Callaghan (seit 2021)
Michele Luppi (seit 2015)
Tommy Aldridge (1987–1991, 2002–2007, seit 2013)
Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug
Dino Jelusić (seit 2021)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre:
  • Micky Moody (1978–1983)
  • Bernie Marsden (1978–1981)
  • Mel Galley (1982–1984)
  • John Sykes (1983–1986)
  • Vivian Campbell (1987–1988)
  • Adrian Vandenberg (1987–1997)
  • Steve Vai (1989–1990)
  • Warren DeMartini (1994)
  • Steve Farris (1997)
  • Doug Aldrich (2003–2014)

Bass:

  • Neil Murray (1978–1982, 1983–1986)
  • Colin Hodgkinson (1982–1983)
  • Rudy Sarzo (1987–1994)
  • Guy Pratt (1995–1997)
  • Tony Franklin (1997)
  • Marco Mendoza (2003–2005)
  • Uriah Duffy (2005–2010)
  • Michael Devin (2010–2021)

Keyboard:

  • Brian Johnston (1978)
  • Pete Solley (1978)
  • Jon Lord (1978–1984)
  • Richard Bailey (1984–1985)
  • Don Airey (1989)
  • Rick Seratte (1989–1990)
  • Paul Mirkovich (1994)
  • Brett Tuggle (1995–1997)
  • Derek Hilland (1997)
  • Timothy Drury (2003–2010)

Schlagzeug:

  • David Dowle (1978–1979)
  • Ian Paice (1979–1981)
  • Cozy Powell (1982–1985)
  • Aynsley Dunbar (1985–1986)
  • Denny Carmassi (1994–1997)
  • Chris Frazier (2007–2010)
  • Brian Tichy (2010–2013)

Bandgeschichte und Stilwandel

1976 bis 1983: Die klassischen Jahre

Whitesnake kann, neben Rainbow und Gillan, als Nachfolge-Band von Deep Purple verstanden werden. Nach der Auflösung von Deep Purple begann der Sänger David Coverdale, der in dieser Band bereits in der "Mark III- und IV-Besetzung" gesungen hatte, im März 1976 mit den Aufnahmen zu seinem ersten Soloalbum, das schließlich im Mai 1977 erschien. Es trug den Titel White Snake und enthielt Beiträge von Musikern wie dem Slide-Gitarristen Micky Moody. Schon vor dem Erscheinen des ersten Albums nahm Coverdale (wieder mit Moody) im März und April 1977 ein zweites Soloalbum mit dem Titel Northwinds auf (erscheint im März 1978). Produziert wurden beide Soloalben von Roger Glover, einem ehemaligen Deep-Purple-Bassist (Mark II). Erschienen sind sie vorrangig zunächst nur in Japan.

Ende 1977 begannen Coverdale und Moody mit der Zusammenstellung einer Band für die Northwinds-Werbe-Tour. Ein zweiter Gitarrist war in Bernie Marsden schnell gefunden, und kurz darauf schlossen sich der Bassist Neil Murray und der Schlagzeuger David Dowle der Band an. Die ersten Auftritte im März 1978 wurden mit dem Keyboarder Brian Johnston durchgeführt, der jedoch schon im April durch Pete Solley ersetzt wurde.

Diese Besetzung nahm im April die EP Snakebite unter dem Bandnamen Whitesnake auf. Als Produzent sicherte sich David Coverdale den früheren Deep-Purple-Tontechniker Martin Birch, der bis 1984 alle weiteren Aufnahmen betreute. In Deutschland sorgte die Plattenfirma der Band für Verwirrung, da sie die EP als neues Album vermarktete und zu den neuen Songs eine Zusammenstellung der stärksten Northwinds-Nummern hinzufügte. Außerhalb Englands war die Band erstmals am 17. Juni 1978 zu sehen, als sie in Holland beim Alkmaar Pop' 78 Festival als Vorgruppe von Status Quo spielte.

Das nächste Studioalbum Trouble erschien bereits im Oktober desselben Jahres. Mit dem Keyboarder Jon Lord stieß bei diesem Album nach Coverdale ein zweites ehemaliges Deep-Purple-Mitglied zur Band. Die dazugehörige Tour führte die Band als Headliner mit Magnum im Vorprogramm durch England und als Vorgruppe für Nazareth erstmals durch Deutschland. Im Sommer 1979 kam die Band erneut nach Deutschland. Neben Konzerten als Headliner spielten Whitesnake zusammen mit Bands wie The Police oder den Dire Straits auf Festivals.

Die Hochphase der „klassischen“ Whitesnake begann mit dem nächsten Album Lovehunter. In der Besetzung Coverdale, Moody, Marsden, Murray, Lord und Dowle und Songs wie Walking in the Shadow of the Blues avancierten Whitesnake bei Kritikern und Fans zur Nachfolgeband der zu dieser Zeit nicht mehr existierenden Deep Purple. Das Cover der Schallplatte – nackte Frau reitet riesige Schlange – sorgte in den USA für einen Skandal und durfte in manchen Läden nur in einer neutralen Schutzhülle verkauft werden. Auf der folgenden Tournee spielte ein weiteres Deep-Purple-Mitglied mit: Ian Paice ersetzte David Dowle.

Das nächste Album hieß Ready an' Willing und markierte den ersten großen Erfolg für die Band. Die 1980 veröffentlichte Platte landete in den englischen Charts auf Platz 6, und auch in den USA schaffte es die Band erstmals in die Hitparade. Die Single Fool for Your Loving, ursprünglich für B.B. King geschrieben, wurde der erste Hit der Band. Der Song schaffte es in Amerika auf Platz 53, in Großbritannien sogar bis auf Platz 13 der Singlecharts. Das im selben Jahr erschienene Live-Album Live… In The Heart Of The City gilt noch heute unter Fans und Kritikern als eines der besten Livealben des Rockgenres. Auf Tour gingen Whitesnake in Europa als Vorband von AC/DC und in Amerika im Vorprogramm von Jethro Tull.

Bereits 1981 folgte das nächste Studioalbum: Come An' Get It landete in England auf Platz zwei der Charts. Populärster Titel wurde Don’t Break My Heart Again. Höhepunkte des Jahres waren fünf ausverkaufte Konzerte im Hammersmith Odeon in London sowie der Auftritt beim Monsters-of-Rock-Festival in Castle Donington als zweitletzte Band des Abends unmittelbar vor AC/DC.

Während der Aufnahmen zum Nachfolgealbum Saints & Sinners legte Coverdale die Band im Januar 1982 auf Eis. Er war daraufhin sowohl als Sänger der Michael Schenker Group im Gespräch, als auch als Nachfolger von Ronnie James Dio bei Black Sabbath. Stattdessen formiert er jedoch im August 1982 Whitesnake neu mit Cozy Powell am Schlagzeug (ex-Rainbow,-Jeff Beck, später unter anderem bei Black Sabbath), Colin Hodgkinson am Bass (ex-Alexis Korner), Mel Galley an der Gitarre (Phenomena), Micky Moody und Jon Lord.

Nach den Aufnahmen der noch fehlenden Gesangsspuren erschien das Album Saints & Sinners dann schließlich im November 1982. Das erneut von Martin Birch produzierte Album enthielt mit der Single Here I Go Again und Crying in the Rain zwei Hits. Im April 1983 begann die Band bereits mit den Aufnahmen zum nächsten Album, und im August desselben Jahres spielten Whitesnake erneut beim Monsters-of-Rock-Festival; diesmal als Headliner. Slide It In, so der Titel des neuen Albums, brachte der Band einen Vertrag bei Geffen Records in Nordamerika. Doch bevor das Album erschien, folgten weitere personelle Veränderungen. Sowohl Micky Moody als auch der für Murray eingestiegene Bassist Hodgkinson verließen die Band. Als neuer Gitarrist stieß der ehemalige Thin-Lizzy-Gitarrist John Sykes zur Band, und am Bass kehrte Neil Murray wieder zurück.

1984 bis 1991: Amerika ruft

Slide It In wurde extra für den amerikanischen Markt neu abgemischt, Sykes spielt einige Gitarrenparts neu ein, und Neil Murray überarbeitete die Bassspuren. Das Album wurde zum bis dato größten Erfolg für die Band in Amerika, wo es Platz 40 der Charts erreichte. Die Band stand wegen der offensichtlichen musikalischen Ausrichtung auf den amerikanischen Markt in der Kritik der Presse, und insbesondere der Fans ihrer frühen Alben. In England schaffte sie es trotzdem noch auf Platz 9 der Charts. Auf Tour ließ sich die Band mit Dio und Black N’ Blue blicken.

Jon Lord verließ die Band zu Gunsten der Deep-Purple-Mark II-Reunion. Gitarrist Mel Galley gehörte krankheitsbedingt ebenfalls nicht mehr zur Bandbesetzung. Beide Mitglieder wurden nicht permanent ersetzt. Während Sykes fortan alleine für die Gitarren verantwortlich zeichnete, engagierte die Band mit Richard Bailey (Ex-Magnum) einen Tourkeyboarder, der allerdings hinter der Bühne spielte. 1985 verließ auch der Schlagzeuger Cozy Powell die Band und wurde später durch Aynsley Dunbar ersetzt.

Der weltweite Durchbruch gelang der Band mit dem nächsten Album, das den schlichten Titel 1987 trägt. Doch vorher stand ein erneuter einschneidender personeller Wechsel an: Obwohl Sykes alle Gitarren auf dem Album gespielt hatte, verließ er kurz darauf die Band ebenso wie die restlichen Musiker. Coverdale engagierte mit den beiden Gitarristen Adrian Vandenberg und Vivian Campbell (ex-Dio) und den ehemaligen Ozzy-Osbourne-Musikern Rudy Sarzo (Bass) und Tommy Aldridge (Schlagzeug) eine Videoclip-kompatible und perfekt gestylte Band. Für die Keyboardparts auf dem Album gewann er das ehemalige Rainbow- und spätere Deep-Purple-Mitglied Don Airey. Auf dem Höhepunkt der Hair-Metal-Welle hatte Coverdale die richtige Band und das richtige Album am Start.

1987 avancierte nicht zuletzt durch die neu eingespielte Version von Here I Go Again zu einem Millionenseller. Der Song schaffte es in Amerika bis auf Platz 1 der Single-Charts, das Album bis auf Platz 2, die Single Is This Love erreichte Platz 2 der amerikanischen Single-Charts. Doch auch auf dem Höhepunkt der Bandkarriere standen weitere Besetzungswechsel an. Vivian Campbell verließ die Band und wurde 1989 durch den ehemaligen Frank Zappa/Alcatrazz/David-Lee-Roth-Gitarristen Steve Vai ersetzt. Vandenberg fiel wegen einer Armverletzung für die Aufnahmen des nächsten Albums aus, so dass Steve Vai alle Gitarrenspuren alleine einspielte.

Konzertticket des Superrock '90 in Mannheim

Slip of the Tongue sollte 1989 den Erfolg von 1987 wiederholen. Mit Fool For Your Loving nahm die Band erneut einen ihrer alten Songs neu auf und koppelte ihn als Single aus, aber im Gegensatz zu Here I Go Again reichte es in den Charts nur noch für Platzierungen jenseits der Top Ten. Die Band scheiterte an den hohen Anforderungen und erreichte mit dem Album sowohl in England als auch in Amerika nur noch Platz 10. Auch auf Tour konnte sie viele Hallen nicht mehr füllen, die zwei Jahre vorher noch ausverkauft waren. Trotzdem war die Band mehr als sechs Monate auf Tour, spielte am 15. Juni 1990 in Toronto mit Kiss als Vorband und im August zum zweiten Mal als Headliner beim Monsters-of-Rock-Festival mit Aerosmith, Poison, Thunder und The Quireboys im Vorprogramm. In Deutschland firmierte dieses Festival unter dem Namen Superrock '90 und fand in drei deutschen Städten statt, wobei Whitesnake bei allen dreien dabei war. Am 23. August auf der Berliner Waldbühne, am 25. August in der Westfalenhalle in Dortmund und am 1. September auf dem Maimarktgelände in Mannheim.

1992 bis 1998: 1. Comeback und Abschied

Nach dem Ende der Tour legte David Coverdale die Band auf Eis und widmete sich anderen Projekten, wie dem selbstbetitelten Album Coverdale/Page, das er 1993 in Kooperation mit dem ehemaligen Led-Zeppelin-Gitarristen Jimmy Page aufnahm. Für das 1994 erschienene Greatest Hits-Album reformierte Coverdale Whitesnake schließlich. Neben dem Thunder-Gitarristen Luke Morley wurde im Vorfeld auch der Deep-Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore als heißer Kandidat für die vakante Position gehandelt. Am Ende bediente der Rückkehrer Adrian Vandenberg neben dem ehemaligen Ratt-Musiker Warren DeMartini die Sechssaitige. Am Bass stand erneut Rudy Sarzo, und als Schlagzeuger war Denny Carmassi von Heart dabei. Die Band absolvierte eine erfolgreiche Europatournee mit Zakk Wyldes Pride & Glory im Vorprogramm.

Nachdem das Greatest-Hits-Album in Amerika den Einstieg in die Charts nicht geschafft hatte, entließ Geffen Records die Band aus ihrem Vertrag. 1996 kursierten Gerüchte, dass Coverdale erneut bei Deep Purple eingestiegen sei. Diese wurden jedoch in Form von Meldungen über Aufnahmen an einem neuen Studioalbum dementiert.

Das Album Restless Heart erschien 1997 unter dem Banner David Coverdale & Whitesnake. Neben Adrian Vandenberg und Denny Carmassi waren der Bassist Guy Pratt und der Keyboarder Brett Tuggle mit von der Partie. Live standen neben Coverdale die beiden Gitarristen Vandenberg und Steve Farris, der Bassist Tony Franklin, der Keyboarder Derek Hilland und der Schlagzeuger Carmassi auf der Bühne. Eine Abschiedstournee fand 1997 unter dem Motto The Last Hurrah! statt. Das Unplugged-Livealbum Starkers in Tokyo markierte 1997 die letzte Veröffentlichung im zweiten Jahrtausend (abgesehen von diversen Best-Of-Zusammenstellungen) unter dem Whitesnake-Banner.

1999 bis heute: Soloalbum und zweites Comeback

Whitesnake beim Wacken Open Air 2016

2000 veröffentlichte David Coverdale das Soloalbum Into the Light, allerdings rissen Meldungen über ein Comeback von Whitesnake in den folgenden Jahren nicht ab. Gut informierte Quellen kündigten Mitte 2002 für das kommende Jahr ein Comeback an. Doch sowohl die Spekulationen über den Wiedereinstieg von John Sykes bewahrheiteten sich ebenso wenig wie jene über den Einstieg des Mr.-Big-Gitarristen Paul Gilbert. Zu Beginn des Jahres 2003 war es schließlich soweit. Whitesnake absolvierten zusammen mit den Scorpions als Headliner und Dokken als Vorgruppe eine überaus erfolgreiche Tour durch Nordamerika. Neben Coverdale gehörte der Rückkehrer Tommy Aldridge ebenso zur Besetzung wie der ehemalige Winger-Gitarrist Reb Beach, der Ted-Nugent-Bassist Marco Mendoza sowie Timothy Drury am Keyboard und Doug Aldrich an der Gitarre. Konzerte in Europa folgten im Sommer desselben Jahres, wie auch eine weitere Tour durch Amerika – diesmal als Headliner zusammen mit Slaughter, Warrant und Kip Winger im Vorprogramm.

Mendoza verließ die Band im Sommer 2005 und wurde durch Uriah Duffy ersetzt. Im Frühjahr 2006 erschien die erste DVD der Band unter dem Titel Live in the Still of the Night, die auf der Englandtour im Hammersmith Apollo in London im Vorjahr aufwendig produziert wurde. 2006 kündigte Coverdale auch neue Musik von Whitesnake an. Die Band nahm im Studio einige Songs als Bonustracks für das Livealbum Live… In the Shadow of the Blues auf. Am 18. April 2008 erschien pünktlich zum 30-jährigen Bandbestehen das neue Studioalbum Good To Be Bad. Auf dem Album war Tommy Aldridge nicht mehr zu hören, da er die Band im Frühjahr 2007 verlassen hatte, um sich anderen musikalischen Projekten zu widmen. Chris Frazier, Ex-Schlagzeuger von Steve Vai und von Doug Aldrichs Projekt Burning Rain, wurde als Ersatz vorgestellt, nahm an den Aufnahmesessions teil und wurde auch auf der für 2008 angekündigten Tour festes Mitglied. Bereits in der ersten Woche steigt das Album in den britischen Album-Charts auf Platz 7 ein.

Im Juni 2010 verließen Uriah Duffy und Chris Frazier die Band. Als neuer Drummer stand Brian Tichy (Ex Velvet Revolver, Ozzy Osbourne, Foreigner, Billy Idol und Slash’s Snakepit) bereit. Neuer Bassist wurde Michael Devin (Ex Lynch Mob). Kurz darauf kündigte auch der Keyboarder Timothy Drury sein freundschaftliches Ausscheiden aus der Band an, um sich in Zukunft um seine Solokarriere als Fotograf, Komponist und Musiker zu kümmern.

Am 25. März 2011 erschien mit Forevermore das elfte Studioalbum der Band. Im Anschluss daran startete die Forevermore World Tour 2011 mit Brian Ruedy (ehemals Korn) am Keyboard. Brian Tichy verließ die Band im Januar 2013, um sich stärker für seine eigene Band, S.U.N., engagieren zu können.

2014 verließ Doug Aldrich die Band und wurde durch Joel Hoekstra (Night Ranger) ersetzt.

2015 erschien The Purple Album, das 15 Lieder aus Coverdales Deep-Purple-Ära beinhaltet. Von den Alben 1987 und Slide It In wurden 2017 und 2019 komplett re-masterte Versionen in Boxsets veröffentlicht. Beide Versionen erhalten neben den vollständig neu überarbeiteten Albumaufnahmen, viele Proben- und Live-Aufnahmen, Tour- und Begleitbücher. 2018 erschien ebenfalls das Boxset Unzipped mit Aufnahmen von Unplugged-Shows und dem visuellen Live-Mitschnitt Starkers in Tokyo. Am 10. Mai 2019 veröffentlichte die Band um David Coverdale ein neues Studioalbum, Flesh & Blood. Ausführender Produzent war David Coverdale selbst. Musikproduzent Chris Collier (u. a. Lynch Mob, Prong, Korn) zeichnete für den Mix verantwortlich.

2018 folgte das Album Unzipped mit Acoustic-Sessions und raren Takes. Im Mai 2019 präsentierten Coverdale & Co ihr neues Studioalbum Flesh & Blood u. a. auch bei dem einzigen Auftritt der Glam-Metaller in Deutschland im Kölner Palladium.

2021 trennten sich Bassist Michael Devin und die Band. Neues Mitglied wurde die in Irland geborene Tanya O’Callaghan. Sie ist damit auch die erste Frau in der Geschichte der Band. Ihre kurzfristige Verpflichtung steht auch eng im Zusammenhang mit der für 2022/23 geplanten Abschiedstournee von Whitesnake. David Coverdale über seine neue Bassistin: „Aus welchem Grund auch immer hatten Whitesnake noch niemals zuvor eine Musikerin in der Band. Böse Jungs! Doch als wir Tanya mit der Gruppe unseres Freundes Steven Adler 2019 beim M3 Festival auftreten sahen, hat uns das weggeblasen. Sie ist eine elektrisierende Performerin.“

Trivia

  • In den 1980er Jahren wurde Sead Lipovača, Gründer und Mitglied der bosnischen Heavy-Metal-Band Divlje Jagode, eingeladen bei Whitesnake zu spielen, er lehnte dies aber ab.
  • Coverdale heiratete 1989 die Schauspielerin Tawny Kitaen, die in einigen Whitesnake-Videoclips als Hauptdarstellerin zu sehen ist. Die Ehe wurde 1991 geschieden.
  • Im Juni 2005 verkündet die Recording Industry Association of America, dass Whitesnake bis dato alleine in Amerika über 12 Millionen Alben verkauft haben.
  • Das Lied Here I Go Again kommt im Film Old School einige Male vor und bildet den Soundtrack für die Schlusssequenz des PC-Spiels World in Conflict. Im Film The Fighter wird Here I Go Again als Einzugslied bei Micky Wards Kampf gespielt. Es kommt ebenfalls in der Folge Dungeons and Wagons der Serie American Dad und in der fünften Staffel der Serie Californication vor.
  • Das Lied Ain't No Love In The Heart Of The City ist die Titelmusik der HBO Europe Serie Beforeigners.

The Snakes, The Company of Snakes und M3 Classic Whitesnake

Schon 1991 begannen Micky Moody und Bernie Marsden ihr Whitesnake-Erbe gemeinsam wiederzubeleben. Mit ihrer Moody Marsden Band (unter anderem mit Zak Starkey, Sohn von Ringo Starr) repräsentierten sie den Blues-Anteil, der bis 1984 ein Großteil des Whitesnake-Sounds ausmachte.

1998 gründeten Moody und Marsden die Band „The Snakes“, mit der sie die Songs der klassischen Besetzung live spielten. Zusätzliche Mitglieder dieser Band waren Jørn Lande (Gesang), Sid Ringsby (Bass) und Willy Bendiksen (Drums). The Snakes veröffentlichten 1989 die Alben „Once Bitten“(The Snakes Album) sowie „Live in Europe“.

2000 wurde die Band in „The Company of Snakes“ umbenannt und das Whitesnake-Gründungsmitglied Neil Murray engagiert. Es werden ebenso Songs der klassischen Besetzung live gespielt. Auch Don Airey beteiligte sich zeitweise bei diesem Projekt. Später firmierte die Gruppe unter dem Namen M3 Classic Whitesnake, ergänzt durch Stefan Berggren (Gesang), Doogie White (Gesang, ex-Rainbow), Jimmy Copley (Schlagzeug, ex-Upp) und Mark Stanway (Keyboard, Magnum).

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1978 Trouble UK50
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1978
1979 Lovehunter UK29
(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1979
1980 Ready an’ Willing UK6
Gold
Gold

(15 Wo.)UK
US90
(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 31. Mai 1980
1981 Come an’ Get It DE20
(23 Wo.)DE
UK2
Gold
Gold

(23 Wo.)UK
US151
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. April 1981
1982 Saints & Sinners DE28
(20 Wo.)DE
AT14
(4 Wo.)AT
UK9
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 20. November 1982
1984 Slide It In DE14
(14 Wo.)DE
CH12
(6 Wo.)CH
UK9
(7 Wo.)UK
US40
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(85 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. Januar 1984
1987 1987 / Whitesnake DE13
Gold
Gold

(49 Wo.)DE
AT25
(6 Wo.)AT
CH10
Gold
Gold

(10 Wo.)CH
UK8
Platin
Platin

(58 Wo.)UK
US2
Achtfachplatin
×8
Achtfachplatin

(76 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. April 1987
1989 Slip of the Tongue DE19
(18 Wo.)DE
AT29
(1 Wo.)AT
CH11
(9 Wo.)CH
UK10
Gold
Gold

(10 Wo.)UK
US10
Platin
Platin

(34 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. November 1989
1997 Restless Heart DE26
(7 Wo.)DE
AT45
(2 Wo.)AT
CH23
(9 Wo.)CH
UK34
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 26. März 1997
2008 Good to Be Bad DE6
(8 Wo.)DE
AT11
(6 Wo.)AT
CH15
(6 Wo.)CH
UK7
(4 Wo.)UK
US62
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. April 2008
2011 Forevermore DE16
(4 Wo.)DE
AT27
(2 Wo.)AT
CH17
(7 Wo.)CH
UK33
(1 Wo.)UK
US49
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. März 2011
2015 The Purple Album DE13
(4 Wo.)DE
AT28
(1 Wo.)AT
CH11
(3 Wo.)CH
UK18
(2 Wo.)UK
US87
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2015
2018 Unzipped DE36
(1 Wo.)DE
CH48
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2018
2019 Flesh & Blood DE3
(5 Wo.)DE
AT6
(4 Wo.)AT
CH2
(6 Wo.)CH
UK7
(1 Wo.)UK
US131
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Mai 2019
2021 Restless Heart – 25th Anniversary Edition DE47
(1 Wo.)DE
CH30
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2021

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Livealben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1980 Live... in the Heart of the City DE56
(2 Wo.)DE
UK5
Platin
Platin

(15 Wo.)UK
US146
(12 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 3. November 1980
2006 Live... In the Still of the Night DE23
Gold
Gold

(5 Wo.)DE
UK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: Februar 2006
Live: In the Shadow of the Blues DE82
(1 Wo.)DE
AT64
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 24. November 2006
2011 Live at Donington 1990 DE32
(1 Wo.)DE
CH10
(1 Wo.)CH
UK81
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2011
2013 Made in Japan DE26
(2 Wo.)DE
AT54
(1 Wo.)AT
CH2
(2 Wo.)CH
UK67
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 22. April 2013
Made in Britain / The World Record DE57
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 5. Juli 2013
2014 Live in 1984: Back to the Bone DE98
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 7. November 2014
2018 The Purple Tour DE17
(2 Wo.)DE
AT19
(1 Wo.)AT
CH31
(1 Wo.)CH
UK60
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 19. Januar 2018

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Kompilationen

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1994 Greatest Hits DE51
(8 Wo.)DE
CH12
(11 Wo.)CH
UK4
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
US161
Platin
Platin

(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Juli 1994
2000 The Millennium Collection US194
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Juni 2000
2003 Best Of DE83
(2 Wo.)DE
UK44
Gold
Gold

(4 Wo.)UK
US
Gold
Gold
US
Erstveröffentlichung: 24. März 2003
2008 30th Anniversary Collection UK38
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2008
2011 Box ’O’ Snakes DE87
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 4. November 2011
2020 The Rock Album DE40
(1 Wo.)DE
CH36
(1 Wo.)CH
UK81
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2020
2020 Love Songs (2020 Remix) DE66
(1 Wo.)DE
CH34
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. November 2020
2021 The Blues Album DE13
(1 Wo.)DE
AT56
(1 Wo.)AT
CH10
(1 Wo.)CH
UK57
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 19. Februar 2021

Weitere Alben

  • 1980: Live at Hammersmith
  • 1982: The Best of Whitesnake
  • 1984: Live in Japan
  • 1987: Trilogy (US: PlatinPlatin)
  • 1988: Fourplay (US: GoldGold)
  • 1997: Starkers in Tokyo
  • 2000: Best Ballads
  • 2002: Here I Go Again: The Whitesnake Collection
  • 2003: The Silver Anniversary Collection
  • 2004: The Early Years
  • 2006: Definitive Collection
  • 2006: Gold: Whitesnake
  • 2013: Little Box 'O' Snakes

Singles

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1978 Snakebite EP UK61
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 1978
1979 Long Way from Home
Lovehunter
UK55
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: November 1979
1980 Fool for Your Loving
Ready an’ Willing
UK13
(11 Wo.)UK
US37
(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: April 1980
Ready an’ Willing
Ready an’ Willing
UK43
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juli 1980
Ain't No Love in the Heart of the City
Live in the Heart of the City
UK51
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: November 1980
1981 Don’t Break My Heart Again
Come an’ Get It
UK17
(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: April 1981
Would I Lie to You
Come an’ Get It
UK37
(6 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 1981
1982 Here I Go Again
Saints & Sinners
DE51
(12 Wo.)DE
UK34
Platin
Platin

(12 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: November 1982
1983 Guilty of Love
Slide It In
UK31
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: August 1983
1984 Give Me More Time
Slide It In
UK29
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Januar 1984
Standing in the Shadow
Slide It In
UK62
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: April 1984
Love Ain’t No Stranger
Slide It In
UK44
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Dezember 1984
1987 Still of the Night
1987
UK16
(8 Wo.)UK
US79
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: März 1987
Is This Love
1987
UK9
(15 Wo.)UK
US2
(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1987
Here I Go Again (1987)
1987
DE29
(12 Wo.)DE
UK9
(11 Wo.)UK
US1
(28 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1987
1988 Give Me All Your Love
1987
UK18
(6 Wo.)UK
US48
(11 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Januar 1988
1990 The Deeper the Love
Slip of the Tongue
UK35
(3 Wo.)UK
US28
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Januar 1990
Now You’re Gone
Slip of the Tongue
UK31
(4 Wo.)UK
US96
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1990
1997 Too Many Tears
Restless Heart
UK46
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 1997

Studioalben.

  • Trouble (1978)
  • Liebesjäger (1979)
  • Ready an' Willing (1980)
  • Come an' Get It (1981)
  • Heilige und Sünder (1982)
  • Slide It In (1984)
  • Whitesnake (1987)
  • Slip of the Tongue (1989)
  • Restless Heart (1997)
  • Gut zu sein schlecht (2008)
  • Forevermore (2011)
  • Das Lila Album (2015)
  • Flesh & Blood (2019)

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  •  Deutschland
    • 2007: für das Videoalbum Live … In the Still of the Night
  •  Finnland
    • 1999: für das Album Greatest Hits
  •  Japan
    • 1992: für das Album Slip of the Tongue
    • 1994: für das Album Greatest Hits
  •  Schweden
    • 1988: für das Album 1987 / Whitesnake
    • 1997: für das Album Slide It In
  •  Vereinigtes Königreich
    • 2013: für das Videoalbum Live … In the Still of the Night
  •  Vereinigte Staaten
    • 1988: für das Videoalbum Fourplay

Platin-Schallplatte

  •  Neuseeland
    • 1988: für das Album 1987 / Whitesnake
  •  Vereinigte Staaten
    • 1988: für das Videoalbum Trilogy

5× Platin-Schallplatte

  •  Kanada
    • 1988: für das Album 1987 / Whitesnake

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Deutschland (BVMI) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 0! P 250.000 musikindustrie.de
 Finnland (IFPI) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 21.755 ifpi.fi
 Japan (RIAJ) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 0! P 200.000 riaj.or.jp
 Kanada (MC) 0! S 0! G Platinum record icon.svg 5× Platin5 500.000 musiccanada.com
 Neuseeland (RMNZ) 0! S 0! G Platinum record icon.svg Platin1 15.000 nztop40.co.nz
 Schweden (IFPI) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 0! P 100.000 sverigetopplistan.se
 Schweiz (IFPI) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 25.000 hitparade.ch
 Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 Platinum record icon.svg 13× Platin13 12.650.000 riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg Silber1 Gold record icon.svg 6× Gold6 Platinum record icon.svg 3× Platin3 1.785.000 bpi.co.uk
Insgesamt Silver record icon.svg Silber1 Gold record icon.svg 16× Gold16 Platinum record icon.svg 22× Platin22

Stil und Einflüsse

Musik

Vergleiche mit Led Zeppelin

Als sich der Stil von Whitesnake Mitte bis Ende der 1980er Jahre weiterentwickelte, begannen sie, unvorteilhafte Vergleiche mit Led Zeppelin zu ziehen. Tracks wie "Slow an' Easy", "Still of the Night" und "Judgement Day" wurden beschuldigt, Led Zeppelin zu kopieren, während David Coverdale vorgeworfen wurde, den Sänger Robert Plant zu imitieren. Dieser Vergleich wurde noch verschärft, als Coverdale sich mit dem Led-Zeppelin-Gitarristen Jimmy Page zusammentat, um 1993 das Album Coverdale-Page zu veröffentlichen. In der Presse bezeichnete Plant Coverdale als "David Cover-version". Coverdale wies den Vorwurf des Plagiats mit den Worten zurück: "Ich weiß nicht, wie genau der Vergleich ist. Die Leute sollten nicht vergessen, dass ich einige Jahre lang bei Deep Purple gearbeitet habe, mein Stammbaum im Hardrock ist also ziemlich stark. Ich weiß, dass Bands wie Whitesnake, Purple und Led Zeppelin alle eine solide, kraftvolle Rockmusik spielen, aber ich glaube nicht, dass wir musikalisch aus demselben Holz geschnitzt sind." Neil Murray gab John Kalodner einen Teil der Schuld, der seiner Meinung nach Whitesnake in eine Led Zeppelin-ähnliche Richtung drängte.

Liedtexte

Coverdale hat erklärt, dass alle seine Texte im Kern Liebeslieder sind. Er hat sie als Tagebücher über bestimmte Zeiten in seinem Leben beschrieben. Fast alle Studioalben von Whitesnake enthalten einen oder mehrere Songs mit "Liebe" im Titel. Coverdale hat behauptet, dass dies keine bewusste Entscheidung war, sondern dass er die Liebe als seine Hauptinspirationsquelle betrachtet. Er hat auch einen Teil der Langlebigkeit von Whitesnake auf die "menschlichen Themen" in den Texten zurückgeführt, seien sie nun physisch oder emotional.

Whitesnake wurden von der Musikpresse für ihren exzessiven Gebrauch von Zweideutigkeiten und sexuellen Anspielungen heftig kritisiert, besonders bei Titeln wie "Slide It In", "Slow an' Easy" und "Spit It Out". Micky Moody, Bernie Marsden und Jon Lord haben ihr Unbehagen über den lyrischen Inhalt der Band zum Ausdruck gebracht. Coverdale wiederholte, dass einige seiner Texte eher zum Lachen anregen sollen, als alles andere: "Wenn ich Sex als Beobachter betrachte [...], dann gibt es neben den ernsten Themen auch Humor, und darüber schreibe ich auch gerne." Er fügte hinzu, dass viele seiner Songs mit einem Augenzwinkern geschrieben sind und von seinen eigenen Erfahrungen inspiriert wurden, was auch für andere Menschen nicht ungewöhnlich ist. Coverdale hat wiederholt jegliche Anschuldigungen von Frauenfeindlichkeit oder Sexismus zurückgewiesen. Marsden räumte ein, dass viele von Coverdales Texten zwar aus heutiger Sicht nicht ganz politisch korrekt seien, aber sie seien "völlig augenzwinkernd" geschrieben und stammten eher aus einer vergangenen Zeit. Der Musikjournalist Malcolm Dome verglich einige der anzüglichen Texte von Whitesnake mit denen eines Carry On-Films, wobei er auch feststellte, dass Coverdale seiner Meinung nach Songs mit "echtem Tiefgang und lyrischem Bewusstsein" geschrieben hat, wie zum Beispiel "Sailing Ships" und "Love Ain't No Stranger".

Bandmitglieder

Aktuelle Mitglieder

  • David Coverdale - Leadgesang (1978-1990, 1994, 1997, 2003-heute)
  • Tommy Aldridge - Schlagzeug (1987-1990, 2003-2007, 2013-heute)
  • Reb Beach - Gitarren, Hintergrundgesang (2003-heute)
  • Joel Hoekstra - Gitarren, Hintergrundgesang (2014-heute)
  • Michele Luppi - Keyboards, Hintergrundgesang (2015-heute)
  • Dino Jelusick - Keyboards, Hintergrundgesang (2021-heute)
  • Tanya O'Callaghan - Bass, Hintergrundgesang (2021-heute)